Zyklus 17 | 2026-2027
Der 17. Zyklus der KLASSIK-REIHE im Saalbau in Neustadt mit dem MANDELRING QUARTETT beginnt am 25. Oktober 2026.
Abonnements | ab 23. Juli 2026
Bestehende Abonnements verlängern sich um ein Jahr, sofern sie nicht bis 31. August 2026 gekündigt sind. Die Abonnement-Preise sind für Mitglieder des Förderkreises vergünstigt.
Kategorie I: 130 Euro (Mitglieder 110 Euro)
Kategorie II: 100 Euro (Mitglieder 80 Euro)
Schüler, Studierende: 27 Euro (Mitglieder 17 Euro)
Abonnements können nur über den Förderkreis bestellt werden.
– E-Mail: aboservice@hambachermusikfest.de | ab 23. Juli 2026
– telefonisch unter 0176 – 48 99 43 26 | ab 23. Juli 2026
– per Post: Förderkreis Hambacher Musikfest e. V.
Mandelring 69 | 67433 Neustadt
Saalbau: Bestuhlungsplan
Einzeltickets erhalten Sie ab 12. August 2026 bei Ticket Regional.
Sonntag, 25. Oktober 2026, Beginn 18 Uhr (Konzerteinführung um 17 Uhr)
Saalbau Neustadt
NUMBER ONE
Joseph Haydn (1732-1809)
Streichquartett B-Dur op. 1/1 „Jagdquartett
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Streichquartett a-Moll op. 13
Edvard Grieg (1843-1907)
Streichquartett Nr. 1 g-Moll op. 27
»Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.« Das berühmte Zitat aus Hermann Hesses »Stufen« möge wie ein Motto über dem Eröffnungskonzert der Saison 2026/2027 stehen. Keiner der drei Komponisten des Oktoberabends ist bei der sprichwörtlichen Nummer Eins stehengeblieben. Doch haben alle drei auf Anhieb bleibende kammermusikalische Marken gesetzt, die nun spannungsreich den diesjährigen Quartettreigen eröffnen.
Haydn, der nachmalige Großmeister der Instrumentalmusik, ist förmlich hineingestolpert ins Streichquartett. Umso frappierender, was das fünfsätzige Opus 1 an verschmitzter Originalität bereits aufzuweisen hat. Frühreif wie Mozart, verhandelte der 18-jährige Mendelssohn in seinem ersten Quartett nicht nur die junge Liebe zu einer Berliner Nachbarstochter, sondern suchte den Dialog mit dem soeben verstorbenen Beethoven. Sechzig Jahre später führt Grieg vor Ohren, wie dicht norwegisches und italienisches Temperament beieinanderliegen können. Ein wilder Saltarello krönt die Ausgelassenheit eines skandinavischen Festes.
Sonntag, 6. Dezember 2026, Beginn 18 Uhr (Konzerteinführung um 17 Uhr)
Saalbau Neustadt
SINE NOMINE
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Streichquartett G-Dur KV 387
Daniel Schnyder (*1961)
Streichquartett Nr. 4 »Great Places«
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Streichquartett e-Moll op. 44/2
Es ist das Verdienst von Joseph Haydn, das Streichquartett aus eher belanglosen Unterhaltungsformen in eine veritable klassische Gattung erhoben zu haben. Einer der ersten, der das voller Bewunderung erkannt hat, war Mozart. In bewegenden Worten legte er »al mio caro amico Haydn« die eigenen Quartette ans Herz. Und antwortete auf Haydns Herausforderungen mit schelmischer Finesse. Das G-Dur-Feuerwerk von 1882 zündet glitzernde Fontänen voller witziger Widersprüche, allesamt enden elegant. Spagatissimo geht es weiter: Daniel Schnyder, in Zürich geboren und aufgewachsen, komponiert und spielt Jazz, Klassisches und Weltmusik auf Saxophon und Flöte, arrangiert Antonio Vivaldi und Rolling Stones, lebt in New York City, liebt Afrika. Sein »str. 4tet no 4« nimmt uns mit auf eine kurzweilige Klangreise nach Shanghai, Havanna, Paris, Casablanca und New York. Mendelssohn beginnt 1837 das e-Moll-Quartett mit einem Zitat im Geiste von Mozarts großer g-Moll-Sinfonie, hinterfragt selbst die folgende Elfenmusik und erreicht mit dem langsamen Satz mühelos die Tiefe eines »Liedes ohne Worte«.
Sonntag, 17. Januar 2027, Beginn 18 Uhr (Konzerteinführung um 17 Uhr)
Saalbau Neustadt
BEETHOVEN
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Streichquartett D-Dur op. 18/3
Ludwig van Beethoven
Streichquartett e-Moll op. 59/2
Ludwig van Beethoven
Streichquartett Es-Dur op. 127
Das Jahr 1822 hätte das Jahr eines neuen Streichquartetts von Beethoven werden sollen. Doch »mir ist etwas anderes dazwischen gekommen« – die Missa solemnis und die Sinfonie Nr. 9. Mit dem dort erhobenen Anspruch entstand binnen eines Jahres ab Februar 1824 das gewaltige Quartett op. 127, welchem drei weitere Werke dieser Dimension folgen sollten. Das viersätzige Es-Dur-Werk gilt als die lyrische Krönung von Beethovens Lebenswerk. Achtzehn Jahre früher komponierte Beethoven drei Quartette für den russischen Diplomaten, Musikmäzen und Kunstsammler ukrainischer Herkunft, Andrei Rasumowski. Schon diese Werke wiesen aufregend neue Qualitäten auf. Ihre Prinzipien: Kontrast, motivisch-thematische Arbeit, Gleichberechtigung aller vier Stimmen, Virtuosität ausschließlich im Dienste der Idee. Die sechs Streichquartette, mit denen der 30-jährige Beethoven ums Jahr 1800 die Bühne der seit Haydn und Mozart auf dem Silbertablett rangierenden Gattung betreten hatte, wurden lange unterschätzt. Heute zählt Opus 18 zu den rechtmäßig gefeierten Zeugnissen von Beethovens exorbitanter Quartettkunst.
Sonntag, 18. April 2027, Beginn 18 Uhr (Konzerteinführung um 17 Uhr)
Saalbau Neustadt
DER »ANDERE« BEETHOVEN
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Streichquartett f-Moll op. 95 sowie Ausschnitte aus den Streichquartetten op. 18/1, 18/4 und 132
Texte aus Briefen, Gedichten und zeitgenössischen Dokumenten, zusammengestellt von Steffen Georgi, gelesen von Max von Pufendorf.
Unbeugsam sein, kämpfen, dem Schicksal trotzen, die ganze Welt umarmen, das sind gemeinhin Synonyme für Ludwig van Beethoven. Aber Beethoven heißt auch: einfühlsam, zart, treu, liebevoll, verletzlich sein. Dieser Facette widmet das Mandelring Quartett ein besonders konzipiertes Programm. Lassen sich zwischen Verzicht, Schmerz und Zurückweisung musikalische Spuren des aufrichtig liebenden Beethoven finden? Gibt es gar verschlüsselte Hinweise auf die »Unsterbliche Geliebte« – allein in der Musik? Außer den erwähnten Werken erklingen zwei kleine Überraschungen des Komponisten. Darüber hinaus bringen Briefe, Gedichte und Dokumente das »andere«, oft verborgene Beethovenbild faszinierend zum Leuchten.

Max von Pufendorf
spielt an führenden Theatern Deutschlands und in vielen Filmen und Serien.